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Fußballwetten – Ablauf und beliebteste Wettarten

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Wetten auf Fußball liegen derzeit im Trend. An jeder Ecke eröffnen aktuell neue Wettbüros ihre Filialen. Doch was ist der Reiz am Sport-Glücksspiel, das zunehmend gesellschaftsfähiger wird, werden Sie sich fragen. Ist es das große Geld, das lockt oder das unter Beweis Stellen, dass man ein Fußballexperte ist? 

Ablauf: Wenn man ein Wettbüro besucht, fällt erst einmal der hohe Männeranteil auf, was beim Thema Fußball nicht verwunderlich ist. Oft gibt es kostenlosen Kaffee, gemütliche Sitzecken und einen freundlichen Service. Man studiert die Spielstände der aktuell laufenden Fußballpartien rund um den Globus und füllt Wettscheine aus. Es gibt zwei Arten zu wetten: Einmal kann man einen Wettschein ausfüllen, der dann an der Theke in einen gültigen Wettschein (nach Bezahlung) umgewandelt wird. Zweitens kann man auch an einem Wettautomaten selbstständig und in aller Ruhe seine Wette mit seinem gewünschten Wetteinsatz abgeben. Natürlich muss man vorher den Automaten mit Geld gefüttert haben. Auch der Zigarettenautomat gibt die gewünschte Ware nur gegen Bares raus. 

Nun nähern wir uns den Details (des Wettscheins). Was gibt es denn überhaupt für Wettarten beim Fußballwetten, fragen Sie sich (zurecht). Da sind heutzutage keine Grenzen gesetzt. Sie können auf alles Mögliche bei einem Fußballspiel wetten: Welches Team erhält die erste gelbe Karte? Wie ist das genaue Endergebnis? Gibt es eine rote Karte (Ja/Nein) im Spiel? Welches Team bekommt mehr Eckbälle zugesprochen und so weiter. 

Beliebteste Wettarten:

 -ein Spiel-Wette: hierbei wettet man nur auf ein einziges Fußballspiel. Dabei kann man zwischen Heimsieg (1), Unentschieden (x) oder Auswärtssieg (2) auswählen. Die Zahlen, die im Wettprogramm hinter den jeweiligen Ziffern 1,x,2 stehen sind die sogenannten Wettquoten. Zum Beispiel Heimsieg Hamburger SV gegen Union Berlin 1 – 2,05. Die Quote für einen Hamburger Sieg liegt bei 2,05, also man bekommt das 2,05-Fache seines eingesetzten Geldes, falls der Heimsieg auch wirklich eintritt. Bei hundert gesetzten Euros wären das dann 205 Euro, die man ausgezahlt bekommt. Meistens wird vorher noch fünf Prozent Wettsteuer beim eingesetzten Betrag abgezogen. Entscheidend ist der „maximale Gewinn“, der auf der Wettquittung angegeben ist. 

Beliebt ist auch die „Unter“-oder „Über-Wette“. Hier können Sie auf die Anzahl der gefallenen Tore wetten. Das klassische „Unter“ ist dabei alles unter drei Toren (U 2,5). Also zum Beispiel ein 1:1 oder 1:0.
Eine klassische „Über-Wette“ (Ü 2,5) sind mehr als drei Tore, also zum Beispiel wäre dies ein 2:1, 3:0 oder 3:1. Es gibt aber auch „Über“ 1,5 Tore oder 3,5 Tore. 
Man kann auch auf „Über“ und „Unter“ nur für eine Halbzeit, also die erste oder die zweite, sein Geld setzen. Zum Beispiel, dass in der ersten Halbzeit unter 0,5 Tore, also gar keins fällt. Das wäre dann ein 0:0 als Halbzeitstand. 

Ergebniswette: Hierbei muss das Ergebnis ganz genau erraten werden, also zum Beispiel ein 1:1 oder 4:0. Hier gibt es sehr hohe Quoten, zum Beispiel gibt ein 4:4, das dann auch wirklich kommt, auch einmal eine 100er-Quote. Also mit einem „10er“-Einsatz erhalten Sie hier dann stattliche 1.000 Euros – am Schalter des Wettbüros Ihrer Wahl – ausgezahlt. 

Halbzeit/Endstand-Wette: Hier müssen Sie die Kombination aus Halbzeitergebnis und endgültigem Ausgang einer Partie richtig vorhersagen. Allerdings nur die „1“ für die Heimmannschaft, das „X“ für Unentschieden und die „2“ für Auswärtsmannschaft. Das genaue Ergebnis muss nicht erraten werden. Also zum Beispiel bei der Partie Hamburger SV gegen Union Berlin ein „X1“ für Unentschieden nach 45 Minuten und einen Heimsieg als endgültiges Ergebnis. Oder ein „XX“ für Unentschieden zur Halbzeit und nach Abpfiff des Spiels. Oder ein „12“ als sehr selten richtige Kombi, wonach die Heimmannschaft als der HSV nach 45 Minuten führt und am Ende aber verliert. Hier und bei der Kombi „21“ gibt es oft auch sehr hohe Quoten, häufig Richtung 100. 

Beide Treffen: Hier wetten Sie, dass beide Teams ein Tor erzielen. Also zum Beispiel bei einem 1:1. Auf Ihrem Wettschein steht dann „Beide treffen – Ja“ oder eben „Nein“ bei einem 1:0 zum Beispiel. Sie können diese Wette auch auf nur eine Halbzeit, die „erste oder zweite, anwenden. Also zum Beispiel „erste Halbzeit beide Treffen ja“ bei einem 1:1 zur Pause wäre dies der Fall. Dies tritt aber eher selten ein. Umso höher ist aber natürlich die Gewinnquote, falls dieses Geschehnis dennoch eintritt. 

Torschützen auch in Kombi mit Ergebnis: Hier müssen Sie den richtigen Torschützen angeben, der bei der betreffenden Partie einnetzt. Es ist wichtig, dass der Spieler, den man sich aussucht – zum Beispiel Pierre Lasogga vom HSV – unter den Torschützen ist. Ist dies der Fall, gewinnen Sie die angegebene Quote. Hierbei ist es natürlich besser, wenn in einem Spiel viele Tore fallen, weil dann die Chance, dass der Spieler, den Sie sich ausgesucht haben, auch richtig ist. Bei einem 1:0 brauchen Sie dagegen schon sehr viel Glück, dass diese Wette erfolgreich ist. Man kann dies auch noch mit dem richtigen Ergebnis oder mit Über/Unter Toren kombinieren. Also zum Beispiel „Lassoga trifft“ und der „HSV gewinnt gegen Union Berlin“ und es fallen „mehr als 2,5 Tore“. Dann ist die Quote natürlich sehr hoch, denn die Wahrscheinlichkeit ist doch gering, dass alle drei vorhergesagten Ereignisse auch eintreten. Dies würde auf Ihrem Wettschein dann folgendermaßen aussehen: „Lasogga trifft – Ja, 1, Ü 2,5 Tore“. 

Kombi-Wette: Sie können nicht nur auf ein einziges Spiel wetten, sondern auch mehrere Partien miteinander kombinieren. Dann multiplizieren sich die Quoten. Also zum Beispiel drei Spiele, wo Sie immer auf einen Heimsieg tippen. Jeweils ist die Quote 2,0, dann haben Sie am Ende eine Quote von 8,0. Die meisten Sportwetter praktizieren diese Form, denn hier kann man hohe Quoten erzielen und so unter Umständen mit nur zwei Euro Einsatz tausende von Euros abräumen. 

System-Wette: Hier können Sie angeben, wie viele Spiele bei einer Kombiwette falsch sein dürfen. Also zum Beispiel „12 aus 15“ – das sind drei Fehler bei 15 Partien, die man gewettet hat. Hierbei sinkt allerdings die Quote beträchtlich, sodass man manchmal nur noch einen sehr kleinen Gewinn zur Verfügung hat. Hier bietet es sich an, einen möglichen Fehler einzubauen, sodass man einen kleinen Puffer, aber dennoch noch eine hohe Gewinnquote hat. Dies wäre dann also „14 aus 15“. Sie müssen also 14 richtig getippte Partien haben.