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Was sind Systemwetten?

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Die Sportwette

Zunächst ist zu klären, wo Systemwetten vorrangig abgeschlossen werden. Die Antwort findet sich im Gebiet der Sportwetten. Bei dieser Art von Wetten wird ein Geldbetrag auf einen möglichen Ausgang eines Sportwettkampfes gesetzt. Zu den Sportarten, auf die gewettet wird, zählt schon seit einigen Jahren nicht mehr nur das Pferderennen oder das Boxen. Vorrangig wird in Deutschland heutzutage bei Fußballspielen gewettet. Die Spiele der europäischen Pokalturniere oder Spitzenligen, sowie Länderspiele sind dabei die interessantesten für Bieter. In anderen Ländern sind andere Interessen präsent. So werden in Großbritannien beispielsweise Spitzenwetten auf Hunderennen und in den USA auf Baseball oder American Football abgegeben.

Bei Wetten auf Fußballspiele kann zumeist auf verschiedene Ereignisse getippt werden. So können Ergebnisse, Halbzeitstände, Punkte oder auf die Gesamtsumme der geschossenen Tore gewettet werden.

Die Buchmacher geben auf ihren Wettscheinen bei einer klassischen Sportwette eine Quote an. Diese stellt grundlegend einen Multiplikator für das gesetzte Geld dar. Wird also eine Wette mit 10€ Wetteinsatz bei einer Quote von 2,5 abgeschlossen, so erhält der Wettende im Gewinnfall 25€ vom Buchmacher zurück. Somit ist es möglich mit Sportwetten Gewinn zu erzielen. Dieser liegt im Beispiel bei 15€.

 

Wettarten

Die Einzelwette

Die Einzelwette ist das klassische Beispiel einer Wette. Dabei wird auf den Ausgang eines Spiels getippt.

Die Kombinationswette

Bei einer Kombi-Wette tippt der Wettende auf mehrere verschiedene Ereignisse. Hierbei werden mindestens 3 Tipps auf den Wettschein übernommen. Bei Wetten im Bereich des Fußballs beispielsweise werden die Ergebnisse von mindestens drei verschiedenen Spielen prognostiziert. Da jeder Tipp eine andere Gewinnquote haben kann und damit sich die Wette für den Wettenden im Gewinnfall lohnt, werden die zu den Tipps gehörenden Wettquoten miteinander multipliziert.

Werden zum Beispiel drei Ereignisse mit den Quoten 2,5, 1,4 und 3,0 auf den Wettschein eingeschrieben, so wird der Einsatz im Gewinnfall mit 10,5 multipliziert und ausgezahlt. Hat der Bieter 10€ als Wetteinsatz eingezahlt so bekommt er bei eintreffen aller drei Ereignisse 105€ ausgezahlt.

Auch wenn die hohe Quote, die durch das Multiplizieren der einzelnen Quoten entsteht, zunächst verlockend klingt, haben Kombi-Wetten einen entscheidenden Nachteil. Die Wette kann nur dann gewonnen werden, wenn jedes einzelne Ergebnis genau so eintrifft, wie es auf dem Wettschein vermerkt ist. Hat auch nur ein Spiel ein anderes Ergebnis, ist die Wette verloren. Das hat zur Folge, dass Kombi-Wetten zwar im Gewinnfall lukrativer sind als Einzelwetten, jedoch die Gewinnchance an sich geringer ist. Je mehr Ereignisse miteinander kombiniert werden, desto höher der mögliche Gewinn, desto niedriger ist allerdings die Gewinnchance.

Wer sich genauer über Kombinationswetten informieren möchte, kann diesem Link folgen und sein Wissen über diese Wettart erweitern.

Aus dem ersichtlichen Nachteil den Kombinationswetten haben können, entspringt der Gedanke hinter der Wettform, um die es jetzt genauer gehen soll:

Die Systemwette

Eine Systemwette bezeichnet eine Menge sich ähnelnder Kombinationswetten. Vergleichbar ist das System mit dem des Lottospiels “6 aus 49”. Wie beim Lotto gibt die erste Zahl die Anzahl der Tipps an, welche aus der Gesamtheit möglicher Tipps, welche durch die zweite Zahl beschrieben wird, richtig sein muss. Wenn ein Wettender eine 3 aus 5 Systemwette abschließt, so werden aus den 5 Spielen, auf dessen Spielausgang gewettet werden kann, so vieler Dreier-Kombi-Wetten gebildet, wie möglich. Die so entstehenden Kombinationswetten, werden auch als Wettreihen bezeichnet.

Bei einer 3 aus 5 Systemwette entstehen so zehn Wettreihen. Einsätze werden nun pro Wettreihe gerechnet. Wenn der Wettende 3€ auf jede Wettreihe setzt, so ist der gesamte Wetteinsatz 30€. Von den 5 Tipps, die der Spieler abgibt, müssen nun mindestens 3 richtig sein. Ist dies der Fall, so ist durch die Kombination der verschiedenen Ereignisse mindestens eine Wettreihe richtig.

Der Gewinn aus einer Systemwette entsteht aus den Kombinationswetten, aus desse sie besteht. Da die Quoten der einzelnen Ereignisse in den Wettreihen wieder miteinander multipliziert werden, entsteht der Multiplikator für das pro Wettreihe eingesetzte Geld. In diesem Beispiel würde das Produkt der einzelnen Quoten mit den Wetteinsatz von 3€ multipliziert werden und somit den auszuzahlenden Betrag ergeben.

 

Sind Sportwetten als Einnahmequelle realistisch?

Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen ein monatlichen Einkommen mit Sportwetten zu erwirtschaften. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden des Erzielens eines Nettoeinkommens, von dem es sich gut Leben lässt, birgt diese Art des Verdienens erhebliche Risiken. Diese beziehen sich vor allem auf die Stabilität der Summe, welche durch Gewinne erzielt werden kann.

Im Vergleich zu einem Beruf, der mit 40 Wochenstunden ausgeübt wird, ist die Chance, mit Sportwetten am Ende des Monats nicht genügend Geld eingebracht zu haben hoch. Aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert nicht mit dem Tippen mit dem Ziel, nur daraus Geld zu beziehen, zu beginnen, wenn nicht genug Geld beiseite gelegt wurde, um im Ernstfall davon leben zu können. Wetten haben die Gemeinsamkeit mit Glücksspiel, dass die Wahrscheinlichkeit in einen Teufelskreis zu gelangen recht hoch ist.

Im Falle von einer verlorenen Wette reizt es sehr sofort eine Neue abzuschließen, um das verlorene Geld wieder einzutreiben. Dabei ist das Risiko hoch den neuen Einsatz für das Ereignis mit der höchsten Quote zu wählen ohne vorher die Ereignisse zu analysieren und die vorangegangenen Spielergebnisse gründlich untersucht zu haben. Dies führt im schlechtesten Fall zum Verlust von mehr Geld.

Die ständige Unsicherheit des Ausgangs eines Ergebnisses kann gerade bei Beginnern zu gewissen Existenzängsten und somit zu enormen psychischen Stress führen, besonders wenn keine Geldreserven vorhanden sind, auf die zurückgegriffen werden kann.

Im Gegensatz zu reinen Glücksspielen jedoch, spielt eine gewisse Geschicklichkeitskomponente bei Sportwetten eine große Rolle. Dabei ist zu beachten, dass die Quoten zwar eine gewisse Gewinnwahrscheinlichkeit implizieren, die aber am Ende auch in einigen Fällen durchaus höher sein kann. Wetten, auf welche dies zutrifft, haben einen positiven Erwartungswert.

Wenn ein Spieler die Möglichkeit besitzt, eben solche Wetten aus dem gesamten Angebot an Sportwetten herauszufiltern, so kann er sich einen deutlichen Vorsprung in der Sicherheit seiner Tipps bezüglich des Ergebnisses verschaffen. Dies ist meist über einen Vorsprung in der Informationsbeschaffung, Recherche oder mathematische Berechnungen möglich. Somit ist es möglich, langfristig gesehen Gewinne zu erzielen.

Um den Erfahrungsstand für langfristige Gewinne zu erreichen, ist viel Erfahrung und Übung erforderlich. Der Weg zum professionellen Spieler ist steinig und kann durch starke Rückschläge geprägt sein. Die Gefahr einer Spielsucht ist nicht zu verachten und sollte nicht mit Leichtsinn behandelt werden. Wer jedoch den bestmöglichen Erfahrungsstand erreicht
hat, kann durchaus vom Spielen leben.

 

Steuerliche Regelung

2012 ist eine Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes in Deutschland in Kraft getreten. Seit dem gilt auch eine neue Regelung der Besteuerung von Sportwetten. Dieses Gesetz besagt, dass Anbieter von Sportwetten einen einheitlichen Steuersatz von 5% der Wetteinsätze zu zahlen haben.

Aus eben diesem Grund befinden sich die Sitze viele Internet Sportwettenanbieter auf Malta oder Gibraltar. Die gültigen EU Lizenzen dieser Anbieter garantieren Sicherheit und Seriosität für die Spieler und bringen den Anbietern den Vorteil, dass sie keine Steuern abführen müssen, da sie nicht wissen, ob sich der Spieler in Deutschland befindet oder nicht.

 

Interessantes aus der Geschichte

Sportwetten gibt es schon genau so lange, wie es sportliche Wettkämpfe gibt. Die ersten offiziellen Dokumente über Wetten auf Ereignisse des Sports gehen zurück auf die 23. Olympischen Spiele im Jahr 676 v. Chr.. Damals setzten die alten Griechen Geld oder andere Vermögenswerte auf den Ausgang eines Wettkampfes.

Auch die Römer übernahmen mit dem Wachsen des Römischen Reiches diese Art der Geldvermehrung von den Griechen. Sie wetteten damals vorrangig auf die Ausgänge der Streitwagenrennen im Circus Maximus.

Bis zum Mittelalter waren Sportwetten mehr oder weniger unwichtig. Bis hin zum Mittelalter gibt es kaum Anhaltspunkte für Sportwetten. Diese begannen im Privaten erst wieder mit den Ritterturnieren.

Die Briten ließen im 18. Jahrhundert das Prinzip der Wetten auf Spotereignisse wieder aufleben, als sie begannen auf Pferderennen Geld zu setzen. Damals entstanden auch die ersten Buchmacher, welche es zum Teil bis heute gibt.

Seit 1921 wurde die Fußballwette immer populärer. In diesem Jahr führten die Briten das Wettspiel Toto ein. Toto bezeichnet vorwiegend Sportwetten, welche sich auf den Fußballsport beziehen. Sie umfasst Auswahl- sowie Ergebniswetten. Von Großbritannien aus verbreitete sich Toto in den größten Teilen Europas.