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Nach dem Studium: Die Zeit bis zum Job sinnvoll nutzen

Der Master ist in der Tasche, aber noch kein Arbeitsvertrag unterschrieben? Das ist die Gelegenheit für all die Dinge, für die später im Leben kaum mehr Zeit bleibt. Wer dabei die ersten Schritte ins Berufsleben unternimmt, ist klar im Vorteil.

Ausgiebig unterwegs sein

Nach dem Studium ist der ideale Zeitpunkt, um auf große Reise zu gehen und Abenteuer zu erleben. Das funktioniert auch mit schmalem Geldbeutel, zum Beispiel als Au Pair, per Work and Travel oder via Couchsurfing. Eine weitere Möglichkeit ist das Engagement in Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die im Ausland tätig sind.

Das Reisen dient nicht nur der Erweiterung des Horizonts, es kann sich auch gut im Lebenslauf machen: Eine Rucksacktour in Südamerika oder ein Trip quer durch die USA zeugt von Initiative, Selbstständigkeit, Organisationstalent und Weltgewandtheit.

Neues lernen

Wer Lust hat, sich mit etwas völlig Neuem zu beschäftigen, hat nach dem Studium die Gelegenheit dazu. Passt das Erlernte zum angestrebten Beruf – umso besser. Ob Fremdsprachenkurs oder Computerlehrgang: Alles geht, was Spaß macht und neue Fertigkeiten vermittelt.

Das Konto auffüllen und an später denken

Wer finanziell gut gepolstert in die Zukunft starten möchte, kann nach dem Studium etwas dafür tun: Viele Branchen haben Bedarf an Aushilfskräften, Jobs gibt‘s beispielsweise bei Messeveranstaltern, Gastronomiebetrieben und Callcentern. Vorteilhaft ist natürlich eine Beschäftigung in dem Bereich, in dem später die Karriere starten soll.

Von dem verdienten Geld sollte möglichst früh etwas für später zurückgelegt werden. Der Grund: Aufgrund des demografischen Wandels wird die gesetzliche Rente in Zukunft für viele nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Experten wie die Berater des Finanzdienstleisters Swiss Life Select weisen seit längerem darauf hin, dass Studenten zu wenig für die Altersvorsorge tun. Dabei profitieren Sparer umso stärker vom sogenannten Zinseszins-Effekt, je früher sie mit dem Ansparen beginnen. Von den Studenten, die etwas auf die hohe Kante legen, investieren aber weniger als zehn Prozent in renditestarke Anlageformen wie Aktien und Investmentfonds. Das bestätigt eine Umfrage, die Swiss Life Select in Auftrag gegeben hat.

Zu einer nachhaltigen Altersvorsorge gehört auch der möglichst frühzeitige Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer sie bereits im Studentenalter abschließt, kommt in den Genuss günstiger Beiträge. Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge signifikant.

Das passende Berufsfeld ermitteln

Irgendwann nach dem Studium ist es soweit: Die Weichen für die berufliche Zukunft müssen gestellt werden. Wer nicht genau weiß, welcher Job der richtige ist, kann ein Berufsfindungsseminar besuchen. Entsprechende Seminare werden von Vereinen, Volkshochschulen und privaten Anbietern abgehalten. Zudem gibt es Onlineangebote, die eine grobe Orientierung liefern können.

Ist das Berufsfeld gefunden, geht es an die Stellensuche. Jobinteressenten sollten sich nicht auf Jobportale wie Stepstone und Monster beschränken, sondern auch auf den Karriereseiten infrage kommender Unternehmen recherchieren. Außerdem empfiehlt es sich, in den Karrierenetzwerken Xing und LinkedIn präsent zu sein, um von Headhuntern gefunden zu werden. Wer dann Lebenslauf und Zeugnisse digital parat hat, kann bei der Jobsuche schnell reagieren und sich umgehend bewerben.

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Pixabay, 1149877, Free-Photos