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Briefmarkensammlung

Die Portopreise der Post steigen 2016

Die Deutsche Post zieht mit den niederländischen und französischen Briefzustellern mit und erhöht zum Jahreswechsel 2015/2016 zum wiederholten Male die Preise. Obwohl die notwendige Zustimmung der Bundesnetzagentur noch ausstehend ist, scheint kein Weg an der Gebührenerhöhung vorbeizuführen.

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Eine Portopreiserhöhung um 7 Cents – ein Rekord!

Schon in den Jahren zuvor war das Porto für den sogenannten Standardbrief insgesamt dreimal erhöht worden. Kostete die Briefmarke dereinst 55 Cent, schraubte die Post jene 2012 auf zunächst 58 Cent hoch. Da auch damit die Defizite offensichtlich nicht gedeckt werden konnten, schien eine erneute Anhebung auf 60 Cent von Nöten. Diese war mit dem Jahreswechsel 2014/2015 allerdings schnell wieder Geschichte und jeder normale Brief kostete sogleich 62 Cent. Eine Erhöhung, die mit dem 31.12.2015 ausläuft und die bislang markanteste Steigerung des Portopreises nach sich zieht. Denn: Ab dem 1. Januar 2016 müssen 70 Cent auf dem Kuvert kleben; ansonsten erreicht der Brief den Empfänger nicht bzw. es werden Nachentgelte für den Empfänger fällig. Diese Erhöhung bedeutet für die Kunden einen Preisanstieg von stolzen 13 Prozent, was der höchsten Portosteigerung seit Gründung der Post im Jahre 1947 entspricht. Obwohl immer wieder Anpassungen vorgenommen wurden und die Post schleichend teurer geworden ist, handelt es sich um eine branchenuntypische Preissteigerung.

Welche Formate sind betroffen?

Weil in Deutschland pro Tag circa 70 Millionen Briefe versandt werden und die meisten davon im Standardformat gehalten sind, erhöht die Post alleinig den Preis dieses Exemplars. Alle anderen Größen bleiben von der Reform unberührt und so sollte sich in Zukunft genau überlegt werden, ob das was der Versender zu sagen hat, nicht auch auf einer Postkarte Platz hätte. Diese kostet weiterhin 45 Cent und reicht als Einladung für einen guten Bekannten oder kleiner Gruß an einen erkrankten Kollegen sicherlich aus. Der Standardbrief der Post hat überdies die Maximalmaße 12,5 mal 23,5 Zentimeter und für das Höchstgewicht sind 20 Gramm einzuhalten. Drei Blatt80 Gramm, A4Papier und ein Kuvert ergeben genau jenen Wert. Wer seinen Brief mit mehr Gewicht befüllt, muss tiefer in die Tasche greifen. Die nächsthöhere Tarif ist der sogenannte Kompaktbrief mit einem maximalen Versandgewicht von 50 Gramm für 85 Cent. Was ein Fassungsvolumen von bis zu acht DinA4 Seiten umfasst.

Welche Alternativen zum klassichen Versand gibt es?

Die Deutsche Post verfügt seit ihrer Privatisierung im Jahr 1995 über keine Monopolstellung mehr. Private Versandanbieter machen ihr Konkurrenz und die Führungsposition streitig und bieten den Kunden an, ihre Schreiben zu günstigeren Preisen und anderen Konditionen zu versenden.

Wer die Dienste der Deutschen Post jedoch weiter nutzen, aber dennoch Kosten sparen möchte, für den bieten sich Dienstleister an, die die gesamte Versandabwicklung übernehmen. Hier können Sie Ihre zu versendenden Briefe bereits extern drucken, kuvertieren, frankieren und versenden lassen. So sparen Sie erhebliche Zeitaufwände ein. Die sich vor allem beim Versand von Serienbriefen monetär auszahlen.

Serienbriefe stellen für Versender häufig einen hohen Aufwand dar. Hier müssen in kurzer Zeit zahlreiche Dokumente gedruckt und kuvertiert werden. Vor allem Unternehmen, die derlei Sendungen nicht regelmäßig versenden, binden so große Ressourcen. Es empfiehlt sich hier über Outsourcing-Möglichkeiten zu erwägen.

Video: Deutsche Post – Briefporto wird 2016 stark erhöht

Wie geht’s weiter?

Die Anhebung der Briefgebühren bedeutet für viele Unternehmen eine wirtschaftliche Zusatzbelastung. Spannend wird sein, ob die Konkurrenz die Preiserhöhung mitträgt oder sich nun höhere Preisunterschiede am Markt etablieren.

Bildquelle: istock.com/tuanyick