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Einreisebestimmungen in exotischen Ländern: Was gilt es zu beachten?

Alle aktuell 193 Staaten dieser Erde dürfen selbstständig und eigenverantwortlich über ihre Zoll- und Grenzbestimmungen entscheiden. Gerade wer auf andere Kontinente reist, muss mit abweichenden Vorschriften und Bedingungen rechnen, die bei deutschen Urlaubern mitunter Verwunderung auslösen können.

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Pass, Visum & Co. – was gilt wo?

Wer in die USA einreist, benötigt derzeit einen Reisepass, der mindestens für die Dauer des Aufenthalts Gültigkeit besitzt. Zusätzlich hat unter http://www.estaformular.org/ eine Anreisegenehmigung beantragt zu werden. Diese berechtigt zu einem Verweilen von maximal 90 Tagen und macht das vormals obligatorische Visum unnötig.

Brechen Urlauber zu einer Safari-Reise gen Tansania auf, muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate über das Urlaubsanfangsdatum hinaus gültig sein. Der afrikanische Staat akzeptiert zwar keine Personalausweise, doch dürfen Urlauber auch mit dem vorläufigen, grünen Reisepass einreisen. Zusätzlich braucht es ein Visum, das bei der tansanische Botschaft in Berlin beantragt und bei der Landung in Afrika bezahlt werden muss. Im Nachbarland Südafrika benötigen Urlauber grundsätzlich kein Visum mehr, wohingegen es in Ländern wie Saudi-Arabien zu Problemen führen kann, befindet sich ein von israelischen Grenzern abgestempelter Einreisebeweis im Pass

Reise – und Sicherheitshinweise vom auswärtigen Amt gibt es hier.

Video: Verschärfte Sicherheitskontrollen bei Flügen in die USA

Richtig deklarieren: unterschiedliche Höchstgrenzen

Bei einer Reise in die Russische Föderation dürfen pro Passagier höchstens 10.000 US-Dollar mitgeführt werden – dies entspricht dem gängigen, von den meisten Staaten akzeptierten Betrag. Doch gibt es Ausnahmen: In China zum Beispiel darf der mitgeführte Geldwert nicht höher als 5.000 US-Dollar sein. Davon ausgenommen sind allerdings Beträge in der Landeswährung Renminbi. Wer schon zu Hause wechselt, kann bis zu 20.000 Renminbi im Gepäck haben. Darüber hinaus dürfen höchstens 400 Zigaretten und 750 ml Spirituosen steuerfrei eingeführt werden. In anderen Ländern wie dem Iran ist die Mitnahme von Alkohol grundsätzlich verboten.

Vor einem Aufenthalt auf Kuba macht es wenig Sinn, noch bei der heimischen Bank Geld zu wechseln. Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist Urlaubern nämlich untersagt. Gegen ausländische Devisen haben die kubanischen Zöllner hingegen nichts. Ihre Mitnahme unterliegt keiner Begrenzung. Besonders strenge Vorschriften gelten auch in Nordkorea. Der kommunistische Staat verlangt von seinen Zöllner bei der Einreise elektronische Geräte wie Laptops, Smartphones und Fotokameras genau unter die Lupe zu nehmen. Finden sich darauf regimekritische Dokumente, kann die Einreise verweigert werden.

Andere Länder, andere Ansichten

Was in den westlichen Ländern als romantische oder ästhetische Darstellung einer Person gilt, wird in manchen muslimischen Staaten mitunter als pornografisches Bildnis gesehen. Urlauber sollten deshalb vor der Anreise in Marokko oder dem Iran genau überprüfen ob sie Zeitschriften, Bücher oder persönliche Fotografien mit dabei haben, die gegen die strikten Moralvorstellungen des Landes verstoßen könnten. Dazu zählen auch Sportmagazine, in denen Menschen mit kurzen Hosen oder mit bauchfreien Tops zu sehen sind. Obwohl Homosexualität in Russland nicht verboten ist, vereiteln Gegenstände, die nach russischem Verständnis „Werbung“ für diesen Lebensstil machen, die Einreise. Regenbogenfahnen, Bücher, in denen es um gleichgeschlechtliche Liebe geht sowie Sticker, Schlüsselanhänger und T-Shirts, die eine solidarische Haltung vermuten lassen, rufen die Zollbeamten auf den Plan und sorgen doch zumindest für eine verzögerte Abfertigung am Flughafen.

Gut informierte Reisende sparen Zeit und Nerven

Bevor in ein Land außerhalb des Schengen-Abkommens gereist wird, muss sich genauestens über dessen Einreisebedingungen informiert werden. Drakonische Strafen oder aber unerwartete Liberalität führen oft zu Überraschungsmomenten und da solche sicherlich nicht erst am Flughafen vor Ort erlebt werden möchten, gilt es sich rechtzeitig damit auseinanderzusetzen.

Titelbild: © istock.com – c-George