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Titelfoto zum Weihnachtsgedicht Dat Dörp In Snee
Nicht das Dorf, aber die Stadt im Schnee: Blick vom Kalkberg auf die St. Michaeliskirche Lüneburg. Foto: t&w

Een Wiehnachtsriemel to'n Fest

Lüneburg. In der Kindheit gehört das Gedichte lernen zur Adventszeit wie die Geschenke zum Weihnachtsmann. Meist können wir auch noch viele Jahre später vereinzelte Brocken davon rezitieren, doch die Zeit zum erneuten Auswendiglernen nehmen wir uns als Erwachsene kaum noch. Das können Sie jetzt mit LZonline ändern. Nutzen Sie die Adventszeit, um ein plattdeutsches Weihnachtsgedicht zu lernen und überraschen Sie Ihre Familie mit "een Riemel to'n Fest". Vielleicht kehrt beim Einstudieren auch der kindliche Nervenkitzel vor dem Heiligen Abend zu Ihnen zurück...  
Zu jedem Adventswochenende präsentiert Urte Gehrckens-Gärtner, Plattdeutsch-Lehrerin an der Hermann-Löns-Schule, auf dieser Seite eine neue Strophe des Gedichts "Dat Dörp in Snee" von Schriftsteller Klaus Groth im Video. Dabei erklärt sie schwierigen Begriffe der niederdeutschen Sprache, so dass auch Platt-Anfänger bis zum Fest das ganze Gedicht lernen können. Wir wünschen viel Spaß dabei!  

1. Strophe


Still as ünnern warme Deek,

Liggt dat Dörp in witten Snee,

Mang de Ellern slöppt de Bääk,

Ünnert Is de blanke See.

 

2. Strophe


Wicheln stoht in witte Hoor,

Spegelt slopri all de Köpp,

All is ruhig, koolt un kloor,

as de Dood, de ewig slöppt.
 

von Katja Grundmann

Kamera: Katja Grundmann & Robin Williamson