Diese Frage war im Sommer 2019 nicht nur in der Landeszeitung zu lesen. Sie prangte auf Pflastersteinen, Bonbon-Tüten und Super-Ballons und steht für Lüneburgs erste Bürgerrecherche rund um das Thema Wohnen in der Hansestadt.

Über den gesamten Kampagnen-Zeitraum hat die Landeszeitung über den Lüneburger Wohnungsmarkt berichtet und werden das auch weiterhin tun. Ab dem 21. September liefern wir in der Landeszeitung, auf dieser Seite und bei Veranstaltungen (siehe „Events“) außerdem gebündelt Ergebnisse aus der Bürger- und Datenrecherche.

304 Bürger haben uns dabei geholfen und im Frühsommer 2019 unseren Online-Fragebogen ausgefüllt. Davon konnten wir 265 Einträge verifizieren. Sie kamen fast gleichermaßen von Mietern und Eigentümern aus nahezu allen Teilen der Stadt.

Ihre Themen - darunter Erbbaurecht, sozialer Wohnungsbau, Ärger mit Nebenkostenabrechnungen, aber auch schöne Geschichten von tollen Nachbarschaftsverhältnissen und fairen Vermietern – greifen wir in unserer Berichterstattung auf und liefern dazu Daten und Fakten aus weiterführenden Recherchen der Redaktion.

Die Kampagne

Mai
Juni
Datensammlung
Juli
August
Auswertung
September
Oktober
Veröffentlichungen

Gemeinsam schaffen wir eine Informationsbasis

Beantworten Sie in unserem CrowdNewsroom einige Fragen zu Ihrer Wohnsituation. Wir wollen z.B. wissen, wo Sie wohnen und wem Ihre Wohnung gehört. Dafür benötigen wir einen Beleg. Je mehr Kenntnisse wir über die Strukturen auf dem Lüneburger Wohnungsmarkt haben, desto besser können wir sie untersuchen.

Wir analysieren den Daten-Pool

Im Juli beginnen wir mit der Auswertung der Daten. Dabei bekommen wir Hilfe von Correctiv und erfahrenen Datenjournalisten. Gemeinsam analysieren wir Eigentümer-Strukturen, schauen, wie sich Mieten entwickelt haben oder wo sich auffällige Muster im Wohnungsmarkt abzeichnen. Es geht uns dabei um den Blick aufs Ganze, nicht um einzelne Grundstücke oder Wohnungen.

Berichterstattung für mehr Transparenz

Mit den Ergebnissen der Daten-Analyse gehen wir erneut in die Recherche, stellen Nachfragen und bereiten die Ergebnisse verständlich für Sie auf. Natürlich wollen wir auch weiterhin mit Ihnen im Gespräch bleiben. So bringen wir neue Erkenntnisse unter die Leute, decken auf und erschweren Falschspielern die Tour.

Bereits erschienene Artikel

Absichern für den Sohn

Im Juni 2005 hätte Bettina Küntzel noch kaufen dürfen. Für 42 930 Euro wäre das Grundstück im Sültenweg, auf dem ihr Haus steht, das ihre gewesen. Es gehört der Stadt.

Erbbaurecht betrifft jeden Siebten

Mindestens 10 000 Menschen, und damit etwa ein Siebtel der Stadtbevölkerung, leben in Lüneburg auf Erbbaurechtsgrundstücken. Das schätzt die Landeszeitung auf Basis umfangreicher Datenauswertungen im Rahmen des Projekts „Wem gehört Lüneburg?“

Zahnlücken im Stadtbild

Sie lassen sich fast in allen Teilen der Stadt finden und sind den Nachbarn häufig ein Dorn im Auge: leerstehende Wohnungen und Häuser. Manche von ihnen sind nur vorübergehend unbewohnt, weil Sanierungen oder Mieterwechsel stattfinden.

Nachverdichten, aber wie?

Ursprünglich träumte Jens Krassmann von einer Tiny-House-Siedlung im Lüneburger Stadtgebiet. Dabei dachte er keineswegs an alternatives Bauwagen-Leben, das bei diesem Begriff vielen in den Sinn kommt.

Antworten in Daten

Was in Großstädten wie Hamburg oder Berlin zu Konfrontationen geführt hat, haben wie Lüneburger in einen offenen Diskurs verwandelt: „In dieser Stadt ist es möglich, eine offene Recherche zum Wohnungsmarkt zu führen. Es findet ein echter Austausch statt“

Die Kinder können nur die Stufen runterspringen

Tagsüber läuft einem im Ilmenaugarten selten jemand über den Weg. Wenn man jemanden trifft, dann am ehesten am „Wasserplatz“. Es sind meist Mütter mit kleinen Kindern.

Stäbchen-Odyssee

Acht telefonische Versuche, abwechselnd unter einem Festnetzanschluss in Berlin und einer Mobilfunknummer, die in Lüneburg an einer Fensterscheibe klebt. Entweder das Besetztzeichen oder endloses Klingeln.

„Keiner will gern der Erste sein“

Ungefähr 1000 Menschen leben bereits im Ilmenaugarten. Für 500 weitere wird noch gebaut. Gelobt wird von den Bewohnern die Lage, die Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt.

Der geplatzte Traum

Mehr als eine halbe Million Euro war Justus und Louisa Heinecke* der 140-Quadratmeter-Traum in bester Lage wert. 2014 haben sie den Kaufvertrag unterschrieben für eine Wohnung, die es noch gar nicht gab...

Die Wahrheit der Leser

Geht es um bezahlbares Wohnen, sind die Bestandsmieten das A und O. Um solche Mieten geht es in diesem Beitrag. Das ist so etwas wie ein kleines Wunder, solche Daten gibt es bislang nicht für Lüneburg.

Sie haben mitgemacht

„Wem gehört Lüneburg?“, diese Frage war in den vergangenen Monaten nicht nur in der Landeszeitung zu lesen. Sie prangte auf Pflastersteinen, Bonbon-Tüten, Super-Ballons...

Die Wahrheit im Angebot

Miete ist ein Megathema. Ohne das Klima wäre die Miete vielleicht das größte Thema von allen. Denn in kaum einem anderen Bereich wird so offenbar...

Über 3000 Euro in fünf Jahren gespart

Eine Einzugsermächtigung für Miete und Nebenkosten hat sie schon lange nicht mehr: Nicola Mahnke wohnt seit 2006 in der Anlage Am Weißen Turm und zahlt jede Rechnung per Dauerauftrag...

Geld-zurück-Garantie?

Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Aufzug, Hausmeister, Gartenpflege – Posten, die jährlich auf der Nebenkostenabrechnung von Mietern auftauchen können.

Hart an der Grenze

Viel hatte der 80-Jährige auch vor dem Brand im Heiligengeiststift nicht, doch nun fühlt er sich richtig arm. Der Lüneburger ist ein Grenzfall: Mit seiner Rente liegt er über dem Limit für Beihilfen des Staates.

Aus Angst vor Versorgungsnöten

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Grundstück und wollen es verkaufen, dürfen es aber nicht. Geht nicht? Richtig, denn Artikel 2 des Grundgesetzes garantiert das für freie Gesellschaften elementare Recht auf Vertragsfreiheit und Eigentumsschutz...

Mehr als nur Tür an Tür

Bei der Körperpflege möchten sie sich nicht gegenseitig helfen, sollte es irgendwann mal nötig sein. Aber zusammen alt werden, das haben sich Michael Perschmann und Erhard Poßin lange erträumt. Vor sieben Jahren wurde aus dem Traum Wirklichkeit...

Fluch oder Segen?

Grundsätzlich hat Christian Burgdorff kein Problem mit Touristen. „Letztlich“, und diese Meinung teilen wohl viele, „ist es doch schön, an einem Flecken Erde zu leben, der derart beliebt ist, dass immer mehr Menschen ihn besuchen wollen“.

Eine trügerische Idylle

Idyllisch wirkt es in Lüneburgs kleinstem Stadtteil, hier, wo die Ilmenau sich ihren Weg durch den Wald bahnt, Natur und Wohnen in direkter Nachbarschaft liegen. Friedlich ist es im Wilschenbruch. Sollte man meinen.

Regeln für Idylle am Lösegraben

Idyllisch gelegen am Lösegraben in direkter Nähe zur historischen Innenstadt ist das Quartier zwischen Bockelmannstraße, Lüner Damm und Altenbrückerdamm.

Wenn es einfach passt…

Jürgen Hammer hatte keine einfache Kindheit, er hat früh gelernt, mit wenig auszukommen. „Meine Eltern hatten wirtschaftlich schlimme Schwierigkeiten“, sagt er und berichtet vom Hungern, seinem Aufwachsen in einem Armenhaus...

Verwaiste Immobilien

Die Haustür steht offen, Müll sammelt sich auf dem Boden, mehrere Graffiti zieren die Hauswand. An einem geschlossenen Rollanden im Erdgeschoss des Mehrparteienhauses im Rotenbleicher Weg hat jemand ein Schild angebracht...

Es gibt kein Recht auf bezahlbares Wohnen in der City

Streng juristisch gehört Lünebu rg denjenigen, die im Grundbuch als Immobilieneigentümer eingetragen sind. Das können natürliche wie juristische Personen sein, aber auch die öffentliche Hand.

Wozu ein abbezahltes Haus hinterlassen?

„Wir wohnen hier absolut sorgenfrei. Wir kommen nach Hause und alles ist schön.“ Während Uwe Heilmann diese Worte ausspricht, sitzt er auf seinem Lede rsessel im Wohnzimmer.

Baustart nach langem Warten beim DRK

Elf Jahre ist es her, dass der DRK Ortsverein Lüneburg erstmals Planungen für eine Seniorenwohnanlage vorstellte. Die sollte auf einem Grundstück der ehemaligen Firma Frido Anders an der Soltauer Straße entstehen.

Sie sind am Zug

Claus-Rudolf Fricke sitzt in seinem Wohnzimmer. Im Nachbarhaus hört jemand Musik. Ein Zug rauscht vorbei. Ein Zischen, keine Minute lang, dann ist es vorbei.

Wo das Leben im Bauwagen an seine Grenzen kommt

Vier hölzerne Stufen führen ins 16 Quadratmeter große Reich von Jana Warnck. Was sich nach wenig anhört, ist in Wahrheit ein Platzwunder.

Leasen statt mieten

„Du suchst. Wir kaufen. Du wohnst.“ So bewirbt das Hamburger Start-up OWNR die Idee, Wohnraum nicht zu mieten oder zu kaufen, sondern zu leasen.

400 Euro für 15 Quadratmeter

Es ist das erste Mal, dass die Stadt ein Bußgeld wegen einer unangemessen hohen Miete verhängen musste: 500 Euro soll ein Vermieter zahlen, der für eine 15 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung ...

Paradies für Mieter

Von diesen Preisen können Mieter in Deutschland nur träumen: 4,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. In einer Großstadt. Selbst in besten Lagen gibt es viele Wohnungen, die nur 7 Euro kosten – warm, wohlgemerkt.

Es geht auch anders

Der Bau von bezahlbarem Wohnraum in Metropolen widerspricht ökonomischen „Regeln“. Zumindest in einer Zeit, die von extrem hoher Nachfrage und der Suche nach Renditen geprägt ist.

Die eigenen vier Wände aus Lehm und Stroh

Fest gemauert in der Erden, steht das Haus aus Lehm und Stroh gebaut. Frei nach Friedrich von Schiller lässt sich so das ökologische Eigenheim der Eheleute Stefanie und Tobias Nicklaus beschreiben ...

Wo Lüneburg noch wachsen soll

Attraktivität kann zum Problem werden. Das merken vor allem jene, die in der beliebten und damit wachsenden Stadt Lüneburg nach einer Wohnung suchen. Das Angebot ist knapp ...

Stadt kann Ferienwohnungen verbieten

In Anbetracht der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt wird in Lüneburg seit Jahren das Thema Ferienwohnungen diskutiert. Mehrheitlich hat der Rat der Stadt nun eine Satzung verabschiedet ...

Nicht immer lohnt das Eigenheim

Wer das Pech hat, in Lüneburg eine Wohnung finden zu müssen, kommt schnell auf andere Gedanken: Entweder auf das Umland ausweichen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen oder den Sprung ins Eigenheim wagen.

„Ich kann und ich will nicht mehr“

Renate Röhr ist am Ende mit ihren Kräften, körperlich und psychisch. Sie sitzt in einem großen, ledernen Sessel, neben ihr steht ihr Rollator, auf dem Wohnzimmertisch stapeln sich Aktenordner.

Wenn Vermieter zu Freunden werden

Die Türklingel läutet, als das schrille „Nadiiiiine“ einer Zweijährigen durch den Garten klingt und der neunjährige Linus seine Mutter ruft: „Mama, ich will Dir mal was zeigen.“ Es ist ein normaler Mittwochnachmittag im Leben von Nadine Gertz.

Abgesang auf den Kurschatten

Die Uelzener Straße hatte etwas Mondänes: Wie an einer Perlenschnur reihten sich am Rande des Kurparks Hotels und Pensionen aneinander. Doch nun verschwindet das letzte Haus, das auf eine alte Tradition zurückblicken kann...

Der Druck zur Einigung wächst

Viel Zeit bleibt nicht mehr, bis zum Jahresende muss klar sein, wie die Grundsteuer für Immobilien künftig berechnet werden soll. Gibt es bis zu diesem Zeitpunkt kein neues Gesetz...

Leben auf 30 Quadratmetern

Zwei Schritte nach rechts, eine halbe Linksdrehung und einen großen Schritt voraus. In der Wohnung von Pia Gebert fühlt sich der Besucher ein bisschen wie ein Tetris-Stein auf der Suche nach dem perfekten Platz.

…und dann kam das Nachbarhaus

Bedächtig läutet die Standuhr im Wohnzimmer von Dr. Rolf-Harald Krause zur vollen Stunde. Von hier aus schaut man geradewegs auf den kleinen Garten und das angrenzende Feld.

Hier lesen Sie mehr zum Thema Wohnen.

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