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Den Lüneburger Wohnungsmarkt besser kennenlernen und verstehen und so auch mehr Transparenz schaffen. Viel wird geredet über die Knappheit von Wohnraum, darüber, wie schwer es ist, eine geeignete und bezahlbare Wohnung zu finden und dass davon nicht nur Geringverdiener betroffen sind, sondern inzwischen auch die Mittelschicht. Wir wollen diskutieren, was die Probleme sind, wer sie verursacht und welche Lösungsansätze es gibt.

Dazu müssen wir zunächst einen Überblick über den Wohnungsmarkt in der Stadt bekommen, um etwa Fragen nach steigenden Mieten gut beantworten zu können. Dieser Überblick aber ist schwer zu bekommen. Denn oft ist gar nicht bekannt, wem Mietshäuser und -wohnungen gehören. Mieter kennen den wahren Eigentümer ihrer Wohnung nicht. Von der Intransparenz profitieren Firmen, die mit Wohnungen handeln oder Mieter ausnutzen.

Wir wollen recherchieren, ob fragwürdige Unternehmen und Investoren Geschäfte mit dem Lüneburger Wohnungsmarkt machen. Oder ob im Einzelfall sogar Immobilienkäufe zur Geldwäsche genutzt werden. Mit unseren Recherchen können wir prüfen, ob sich Investoren an die Vorgabe halten, Wohnungen zu sozialverträglichen Preisen anzubieten.

Wir wollen mit unserer Recherche zudem die Frage aufwerfen, ob die Geheimhaltung der Grundbücher noch zeitgemäß ist. Die Grundbücher der Städte und Gemeinden in Deutschland sind nicht vernetzt, nur wenige Menschen haben Zugang. Das nützt Firmen, die Geschäfte verschleiern wollen.

Wir sind überzeugt, dass Transparenz den Bürgern hilft, die Stadt mitzugestalten. Wenn wir wissen, wie der Wohnungsmarkt funktioniert, können Bürger besser mit der Politik diskutieren und Strategien erarbeiten, wie Wohnen in Lüneburg - und letztlich in allen Städten in Deutschland - wieder günstiger wird.

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Wir gehen einen neuen Weg gemeinsam mit Ihnen - den Mietern. Denn Sie kennen Ihren Eigentümer oder haben das Recht darauf, zu erfahren, wer das ist. Dazu nutzen wir die Plattform CrowdNewsroom, mit der das Recherchezentrum Correctiv bereits erfolgreich bei mehreren Projekten gearbeitet hat. In Hamburg recherchierten die Mieter beispielsweise bereits bei dem Projekt “Wem gehört Hamburg?” über den CrowdNewsroom zum Wohnungsmarkt in der Hansestadt. Interessierte Bürger konnten so journalistische Methoden kennenlernen und gleichzeitig bei großen Recherchen helfen, die mit einem kleinen Team nicht umsetzbar wären.

Konkret bedeutet das: Im CrowdNewsroom konnten sich die Hamburger an der Recherche beteiligen, indem sie Informationen aus ihrem Mietvertrag auf der Plattform hochluden, die dann von den Journalisten von Correctiv verifiziert wurden. Anschließend werteten die Journalisten die Daten aus, recherchierten zu Hintergründen von fragwürdigen Eigentümern und veröffentlichen Geschichten zum Wohnungsmarkt, die für die Öffentlichkeit relevant sind.

Genau das haben die Lüneburger Landeszeitung und Correctiv auch in Lüneburg vor: Zusammen mit Ihnen, den Mietern, bilden wir ein Team, um gemeinsam unser Ziel - mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt - zu erreichen.

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Weil sie oft nicht wissen, wer der wahre Eigentümer ihrer Wohnung ist. Der Immobilienmarkt ist in Deutschland intransparenter als in vielen anderen Ländern Europas. So muss der Eigentümer einer Wohnung nicht unbedingt im Mietvertrag aufgeführt sein. Viele Mieter schließen zum Beispiel ihren Vertrag mit einer Hausverwaltung ab. Kommt es zu Problemen, ist es für sie oft schwer, den wahren Eigentümer zu erreichen.

Große Investoren drängen zunehmend auf den Markt und handeln mit Wohnungen. Sie versprechen ihren Anlegern hohe Renditen. Diese müssen sie auch durch höhere Mieten erzielen.

Von mehr Transparenz profitieren alle: Die Bewohner wissen, in welchen Händen ihre Wohnung ist. Journalisten können mit den Informationen Missstände aufdecken. Auch für die Stadt ist es wichtig, zu wissen, wie das Eigentum verteilt ist. Bürger und Politiker können gezielter darüber streiten, wie ein erschwinglicher Wohnungsmarkt gestaltet werden kann.

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Außer den Mietern können sich natürlich auch die Eigentümer beteiligen und uns mitteilen, wo sie Wohnungen besitzen. Wählen Sie dafür im CrowdNewsroom direkt zu Beginn den Weg für Eigentümer.

Unsere Absicht ist es keinesfalls, Eigentümer an den Pranger zu stellen. Wir wollen nur die benennen, die fragwürdig handeln oder den Lüneburger Wohnungsmarkt wesentlich beeinflussen. Wir veröffentlichen daher auch nur Auswertungen der Daten, die relevant sind, um Missstände zu benennen.

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Nein. Die Recherche zum Wohnungsmarkt in Lüneburg ist ergebnisoffen. Wir greifen mit dieser Recherche nicht Privatpersonen und Firmen an, die Eigentum in Lüneburg besitzen. Ganz im Gegenteil: Wir wollen sowohl mit Mietern als auch Eigentümern ins Gespräch kommen, ihre Meinungen und Ideen hören.

Uns interessieren in erster Linie zwei Fragen: Welche Eigentümer beeinflussen maßgeblich den Wohnungsmarkt und welche Eigentümer handeln fragwürdig? Die Daten, die wir hier mit Hilfe der Bürger sammeln, geben uns Anhaltspunkte für weitere Recherchen. Bei Veröffentlichungen werden wir die Namen von einzelnen Eigentümern nur nennen, wenn es ein berechtigtes öffentliches Interesse gibt. Bei dem Lüneburger Landeszeitung und bei Correctiv arbeiten erfahrene Journalisten, für die es selbstverständlich ist, sich an diese Vorgabe des Presserechts zu halten.

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Sie können mitmachen, indem Sie sich über das Tool CrowdNewsroom an der Recherche beteiligen. Dazu beantworten Sie einige Fragen und laden Ihren Mietvertrag im Tool hoch.

Die zentrale Frage dabei ist: Wer ist der Eigentümer meiner Wohnung? Sind Sie selbst Eigentümer, können Sie uns die Frage leicht beantworten. Für die Mieter selbst ist die Antwort nicht so einfach.

Nicht selten ist der Vermieter im Mietvertrag nicht gleich der Eigentümer. Denn oft ist der Vertragspartner eine Hausverwaltung. In dem Fall wollen wir den Mietern helfen, den wahren Eigentümer herauszufinden.

Sie möchten sich nicht an der Recherche beteiligen? Das ist schade, aber Sie können uns auch auf andere Weise unterstützen: Erzählen Sie Ihren Freunden und Nachbarn von dem Projekt. Teilen Sie wem-gehoert-lueneburg.de per E-Mail oder auf Facebook, Twitter oder Instagram. Wichtig ist, dass viele Bürger mitmachen: Je mehr sich beteiligen, desto mehr Schlüsse über den Wohnungsmarkt lassen sich ziehen.

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Wir behandeln die Daten mit großer Sorgfalt. Wir werden keine Informationen veröffentlichen, die Rückschlüsse auf den Informationsgeber zulassen — es sei denn dieser erteilt nach Rückfrage seine Zustimmung.

Wir tragen alle öffentlich verfügbaren Daten zusammen und kombinieren diese mit den Einträgen, die Mieter und Eigentümer hochladen. Diese Daten werten wir intern aus.Später werden wir ausgewählte Daten veröffentlichen. Dabei liegt unser Fokus auf den großen Finanzinvestoren und den Organisationen, die fragwürdig handeln. Persönliche Daten sowie die Namen von Menschen, die nur wenige Immobilien besitzen, werden nicht veröffentlicht.

Aus den Daten können dann Geschichten über besonders problematische Investoren entstehen, aber auch Übersichtskarten mit den Eigentumsverhältnissen eines Stadtteils.

Was wir keinesfalls veröffentlichen, sind Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen oder andere private Dokumente, die Sie uns als Beleg für Ihren Eintrag zu einem Eigentümer anvertrauen.

Weitere Details finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

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Am 18. Mai 2019 starten wir die Bürgerrecherche in Lüneburg und informieren Bürger über das Projekt und über das, was wir über den Wohnungsmarkt in Lüneburg bereits wissen.

Bis Ende Juni arbeiten wir mit Ihnen zusammen, um mehr über die Wohnungsinhaber zu erfahren. In dieser Zeit können Sie Informationen und Dokumente im CrowdNewsroom hochladen. Parallel dazu finden in dieser Zeit Veranstaltungen und Gesprächsangebote an verschiedenen Orten der Stadt statt, bei denen wir mit allen Seiten ins Gespräch kommen möchten.

Ab Juli werten wir die gewonnen Daten aus, Ergebnisse werden dann im September veröffentlicht.

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“Wem gehört Lüneburg?” ist ein gemeinsames Projekt des Lüneburger Landeszeitungs mit Correctiv. Federführend bei der Arbeit für “Wem gehört Lüneburg?” ist die Lokalredaktion Lüneburg. Hier arbeiten Journalisten, die sich Tag für Tag mit den Themen auseinandersetzen, die für die Menschen in Lüneburg wichtig sind.

CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum in Deutschland. Correctiv arbeitet unabhängig und nicht gewinnorientiert. Die Redaktion finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge von Unterstützern. Wenn Sie mehr über Correctiv erfahren oder das Recherchezentrum unterstützen möchten, haben Sie hier die Möglichkeit: Correctiv.org.

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Schreiben Sie uns eine E-Mail an wemgehoertlueneburg@landeszeitung.de.