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Kaufen, bauen, mieten: Kostenfaktor Wohnen

Blick auf Mehrfamilienhäuser in der Innenstadt.

Blick auf Mehrfamilienhäuser in der Innenstadt: Seit diesem Jahr müssen sowohl Mieter als auch Vermieter den CO2-Preis stemmen.

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie schon Ihre Erklärung für die neue Grundsteuer abgegeben? Falls nicht, dann sind Sie damit alles andere als allein. Die meisten Bundesländer melden, dass sich Grundstückseigentümer mit der Abgabe bislang Zeit gelassen haben. In Thüringen beispielsweise fehlten zuletzt noch 40 Prozent der Erklärungen. Jetzt beginnt allerdings der Endspurt: Bis 31. Januar müssen die Dokumente eingereicht sein, sonst drohen Verspätungszuschläge.

Eine Sorge, die sich Mieterinnen und Mieter wie ich nicht machen müssen. Allerdings sind die Sorgen rund um das Thema Wohnen bei vielen Menschen ohnehin schon groß. Die Kosten für Strom und Gas haben sich rasant erhöht. Und weil die Lage auf dem Immobilienmarkt derzeit für viele unübersichtlich ist, kann das auch Einfluss auf die Mieten haben. Denn die hohen Zinsen und die knappen Materialien sorgen dafür, dass viele Menschen beim Hausbau zögerlicher werden. Und wer in diesen unsicheren Zeiten vom Hausbau oder -kauf zurücktritt, drängt (wieder) auf den Mietmarkt. Die höhere Nachfrage dürfte sich dann wieder auf die Preise auswirken.

Keine leichten Zeiten für Häuslebauer: Wer derzeit vom Hausbau oder Hauskauf Abstand nimmt, drängt auf dem Mietmarkt oder bleibt ihm erhalten - das dürfte sich auch auf die Mieten auswirken (Symbolbild).

Keine leichten Zeiten für Häuslebauer: Wer derzeit vom Hausbau oder Hauskauf Abstand nimmt, drängt auf dem Mietmarkt oder bleibt ihm erhalten - das dürfte sich auch auf die Mieten auswirken (Symbolbild).

Co₂-Preis wird jetzt aufgeteilt

Wer mietet, kann sich seit wenigen Tagen auf eine Neuerung einstellen: Der Co₂-Preis wird jetzt zwischen Mietenden und Vermietenden aufgeteilt. Vorher mussten alleine die Mieterinnen und Mieter diese Abgabe fürs Heizen stemmen, die Emissionen reduzieren soll. Eigentlich sollte der Co₂-Preis schrittweise ansteigen, wegen der ohnehin schon hohen Energiekosten wurde der Anstieg in diesem Jahr allerdings ausgesetzt. Dennoch wird die Abgabe fällig – doch wie lässt sich prüfen, ob der Vermieter die Kosten korrekt aufteilt? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Ihre Johanna Apel

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Tipp der Woche

Das Fitnessgerät, das gekauft und nie gebraucht wurde. Die Klamotten, die seit Jahren nicht mehr getragen wurden. Die unnützen Sachen, die irgendwie ihren Weg in die Wohnung finden: Packt auch Sie manchmal die Lust, einfach alles auszumisten, Platz zu schaffen und vielleicht sogar noch ein bisschen Geld damit zu machen? Wenn ja, dann dürfte Sie dieses Stück interessieren: Das sogenannte „Decluttering“ liegt gerade im Trend, schreibt Sabine Oberpriller. Noch nie davon gehört? Dann probieren Sie es mal mit dem Begriff Entrümpeln. „Wir ersticken im Krempel“, sagt die Konsumforscherin und Soziologin Viola Muster. „Aber die wenigsten Dinge haben für uns eine Bedeutung.“

Doch wie gelingt das Ausmisten? Gunda Borgeest, Buchautorin und Aufräumexpertin gibt Tipps: Beispielsweise die Sachen nicht nach Schränken, sondern nach Kategorien sortieren: Bürosachen, Putzmittel, Kosmetik. So bekommt man einen Überblick, wie viel man davon besitzt und was nicht mehr nötig ist. Außerdem regt Borgeest an, von Raum zu Raum zu gehen und aufzuschreiben, was stört und was verändert werden sollte – zum Beispiel, wenn Papier sich irgendwo stapelt. Ein weiterer Ratschlag: Den eigenen Konsum hinterfragen. Warum werden bestimmte Dinge angehäuft und was steckt hinter den Impulskäufen?

 

Zahlen, bitte

Der Discounter Aldi Nord hat den Milchpreis erneut angehoben. Ein Liter Vollmilch der Eigenmarke Milsani kostet jetzt 1,15 Euro. Allerdings können Verbraucherinnen und Verbraucher darauf hoffen, dass die Milch bald wieder billiger wird. Wie mein Kollege Frank-Thomas Wenzel berichtet, sinken die Preise im Großhandel derzeit drastisch. Das mag für Konsumenten und Konsumentinnen zwar eine gute Nachricht sein, allerdings bringt es viele Landwirte, die sowieso schon gestiegene Kosten für Energie, Dünger oder Futter stemmen müssen, in Bedrängnis. Was sie deshalb fordern, können Sie hier nachlesen.

 

Gut zu wissen

 

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Die gute Nachricht

Trotz aller Widrigkeiten hat die deutsche Wirtschaft 2022 besser abgeschnitten als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt anhand erster Berechnungen vor wenigen Tagen mitgeteilt. Das ist zwar weniger als erhofft, allerdings schätzen viele Volkswirte die Lage für 2023 nicht mehr ganz so trüb ein, wie sie es kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges taten. Eine Rezession dürfte vergleichsweise mild ausfallen, so die bisherige Prognose.

 

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