Keine radioaktiven Stoffe ausgetreten

Stillgelegtes AKW Brunsbüttel: Roststellen in Feststofflager entdeckt

Außenansicht des Kernkraftwerks Brunsbüttel (KKB).

Außenansicht des Kernkraftwerks Brunsbüttel (KKB).

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Brunsbüttel. An mehreren Aufbewahrungsbehältern für radioaktive Abfälle im Feststofflager des stillgelegten AKW Brunsbüttel haben Experten Roststellen entdeckt. Radioaktive Stoffe seien aus den sogenannten Presstrommeln nicht ausgetreten, teilte das schleswig-holsteinische Umweltministerium am Dienstag mit. Bei Kontaminationsmessungen seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

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Nach Angaben des Betreibers Vattenfall dienen Presstrommeln dazu, das Volumen der beim Abbau der Anlage entstehenden Abfälle zu reduzieren. Während des Pressvorgangs würden die Trommeln zerstört.

16 Zentimeter langer Riss

Laut Umweltministerium wurden bei Inspektionen neben oberflächlichen Roststellen an zwei der Presstrommeln jeweils zwei wanddurchdringende Korrosionen mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Millimeter entdeckt. Eine dritte Presstrommel wies auf einer Länge von 16 Zentimetern einen wanddurchdringenden Riss auf. Die Trommeln befanden sich in einem Sperrbereich.

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Seit 2019 wird das AKW Brunsbüttel zurückgebaut. Der Siedewasserreaktor an der Elbe war 1976 ans Netz gegangen. Seit 2007 ist das Kraftwerk nach mehreren Pannen dauerhaft abgeschaltet. Nach der Fukushima-Katastrophe 2011 wurde es endgültig stillgelegt.

RND/dpa

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