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Majestät aus Ruanda: Jean Luc Reme Jabiro ist Lüneburgs 22. Schwuler Heidekönig

Jean Luc Reme Jabiro ist Lüneburgs 22. Schwuler Heidekönig.

Lüneburg. Lüneburg hat einen neuen Schwulen Heidekönig: Jean Luc Reme Jabiro ist die 22. Majestät. Der Mann aus Ruanda setzte sich bei der Wahl am Samstagabend im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses gegen den Österreicher René Duchon durch.

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Neben Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch gratulierten auch zahlreiche andere Majestäten dem neuen Schwulen Heidekönig zur Ernennung. „Queen Mum“ Dirk Ahrens hatte das Event wieder organisiert. „Es gab tolle Reden von allen. Die Veranstaltung war sehr stimmig und hat Spaß gemacht“, erklärte Ahrens.

Wegen seiner Sexualität geschlagen

Die 22. Majestät Reme Jabiro stammt aus Ruanda. Dort hatte er nicht die Möglichkeit sich auszuleben, anders als während seines Studiums in Polen. Als er wieder zurück in der Heimat war, sei er wegen seiner Sexualität geschlagen worden und floh nach Deutschland. „Lüneburg ist für mich eine Insel in Deutschland, hier sind die Menschen offener, es ist gefühlt meine zweite Heimat“, sagte er bereits im Vorfeld.

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Für ihn sei es wichtig, für die Sichtbarkeit und die Rechte der queeren Gemeinschaft einzutreten. Er selbst habe auch einige Zeit in unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften gelebt. Hier fehle es manchmal an besonderen Schutzräumen für queere Menschen. Seine Botschaft: „Wir sind zwar alle verschieden, aber wir sind Menschen.“

„Wie hätte ich ahnen können, dass die Lüneburger mir so viel Liebe entgegenbringen würden.“

Jean Luc Reme Jabiro

Die Ernennung zum Schwulen Heidekönig habe ihn völlig überrascht. „Wie hätte ich ahnen können, dass die Lüneburger mir so viel Liebe entgegenbringen würden? Ich bin so überwältigt, dass ich gar nicht weiß, was ich fühlen soll“, unterstrich er. In seinem Studentenleben wurde er immer wieder von Menschen aus seinem eigenen Land abgelehnt, und selbst in Europa habe er viele Kontakte zu Menschen aus seiner Heimat aufgrund seiner sexuellen Orientierung verloren.

„Aber am Valentinstag hat mir Lüneburg, die Stadt selbst, gezeigt, dass man die Liebe immer an unerwarteten Orten finden kann“, sagte der neue Schwule Heidekönig. Er habe noch nie so viel Respekt auf einmal erfahren. „Diese Stadt ist eine Stadt der Menschen, die bereit sind, für das Richtige einzustehen.“

Jean Luc glaubt an Veränderungen

Schwule, Ausländer oder einfach nur anders aussehende Menschen wurden in der traditionellen Gesellschaft meist nicht akzeptiert. Es liege in unserer Natur, uns gegen Veränderungen zu wehren. Doch Jean Luc Reme Jabiro glaubt an Veränderungen: „Ich werden für die Menschen dieser Stadt einstehen. Den Menschen helfen, die meiner sexuellen Orientierung ein Zuhause gegeben haben.“

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Er ist stolz, Lüneburger zu sein und ist unendlich glücklich und dankbar, seine Gemeinschaft mit Würde und Hoffnung zu vertreten. „Ich liebe diese Stadt umso mehr und danke der Stadt Lüneburg und der queeren Community in Lüneburg, die sich für ein positives Informationssystem einsetzen. Und der gesamten Gemeinschaft dieser Stadt, die mir bis heute geholfen hat, mich sicher und zu Hause zu fühlen.“

LZ/WA